Internationales Know-how für die Kinder- und Jugendhilfe
Internationales Know-how für die Kinder- und Jugendhilfe
Internationales Know-how für die Kinder- und Jugendhilfe

Neues aus den FKI-Projekten: solaris FZU
Aktuelle Neuigkeiten von der Fachkräfteinitiative:

Internationale Fachkräfte­initiative

Der Hintergrund

Der Erwerb interkultureller Kompetenzen ist – neben anderen Schlüsselkompetenzen – eine wichtige Voraussetzung, um in der europäisierten und globalisierten Lebenswelt zurechtzukommen. Grenzüberschreitende Mobilität sollte dabei von einer Chance für wenige zu einem Angebot für alle jungen Menschen werden. Grenzüberschreitende Lernerfahrungen und das voneinander Lernen unterstützen darüber hinaus Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe dabei, die eigene Arbeit weiterzuentwickeln, zu reflektieren und Jugendliche dazu zu motivieren, selbst grenzüberschreitend mobil zu sein.

In ihrer Jugendstrategie hat die Bundesregierung die Zielsetzung formuliert, „den Fachkräfteaustausch bzw. die Mobilität der Fachkräfte zu fördern und eine Anerkennungskultur für mobile Fachkräfte zu entwickeln“ (S. 148). Dabei wird eine „Offensive zur Fachkräftequalifizierung in der Internationalen Jugendarbeit“ (S. 152) als wichtige Maßnahme zur Umsetzung der Jugendstrategie genannt. Auch das Leitbild zum Kinder- und Jugendplan des Bundes sieht vor, dass die Träger in allen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe jungen Menschen und Fachkräften adäquate Angebote unterbreiten sollen, Europäisierungs- und Globalisierungsprozesse zu erfahren und sich differenziert mit ihnen auseinanderzusetzen.

Die Entstehung

Mit der Fachkräfteinitiative.International fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einen mehrjährigen Prozess, in dem IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit – in Kooperation mit dem Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim Fachkräften und Organisationen aus den unterschiedlichen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe unterschiedliche Formate anbietet, gemeinsam ihre interkulturellen und internationalen Kompetenzen zu stärken und Internationalisierung als eigene Aufgabe in den Blick zu nehmen.

Mit der von IJAB gemeinsam mit der Nationalagentur JUGEND für Europa durchgeführten Veranstaltungsreihe „Runder Tisch Fachkräfteinitiative“ wurden in den letzten Jahren mit zentralen Akteuren der Internationalen Jugendarbeit sowie Qualifizierungseinrichtungen gute Grundlagen für die Fachkräfteinitiative.International erarbeitet.

Ziele und Zielgruppe

J7 Follow-Up Seminar vom 2.-5. August 2016 in Berlin. Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek (BMFSFJ) und Christian Schneider, der Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, trafen mit den jugendlichen Teilnehmern zusammen. Foto: Gero Breloer/IJAB

Die Fachkräfteinitiative.­International begleitet und unterstützt Projekte und Vorhaben, die sich im Rahmen von bi- oder multilateralen Projekten gegen Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und für die Zusammenarbeit in Europa und der Welt engagieren. Dadurch werden Qualifizierungsangebote im Bereich interkulturelle Bildung entwickelt, neue Formate und Methoden für grenzüberschreitenden Austausch und Begegnung geschaffen sowie niedrigschwellige Zugänge zur europäischen und internationalen Fachkräfte- und Jugendmobilität realisiert.

Auf diese Weise werden sowohl Fachkräfte in den unterschiedlichen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe fit gemacht für mehr europäische und internationale Jugendarbeit. Gleichzeitig werden auch junge Menschen im Sinne des Peer-to-Peer Ansatzes direkt an der Initiative beteiligt. Sie entwickeln eigene Ideen für niedrigschwellige Formate des Jugendaustauschs, geben Anregungen für die Fachkräfte und bilden dadurch ein Netzwerk von Jugendbotschafter*innen für internationalen Austausch und Verständigung.

Begleitstrukturen

Im Mittelpunkt der Initiative stehen unterschiedliche ▸ thematische Schwerpunkte. Diese werden in der Fachkräfteinitiative.International über unterschiedliche Begleitstrukturen bearbeitet:

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Study Visits

Um gute Praxis aus anderen Ländern kennenzulernen und neue Impulse für den Prozess der Initiative zu generieren, werden Study Visits und Austausche mit Partnerländern durchgeführt.